Während Xena mit Olympia in einer Taverne sitzt, hört sie zwei Männer, die sich darüber lustig machen, dass Hercules seine Kräfte aufgegeben hat, um die Goldene Hirschkuh zu heiraten. Die beiden Frauen gehen zu Hercules, um der Sache auf den Grund zu gehen. Tatsächlich handelt es sich bei den beiden Männern um Mars und Strife. Serena ist glücklich mit ihrem neuen Leben als Mensch, denn nun kann sie nicht nur die Frau von Hercules sein, sondern endlich auch Menschen berühren, ohne sich zu verwandeln. Mars ist immer noch wütend auf Hercules, weil er Xena davon überzeugt hat, nicht mehr seine Kämpferin sein zu wollen, und nun steht sein Racheplan kurz vor der Vollendung. Einige Männer im Dorf belästigen Serena, also stellt sich Hercules seiner Frau zur Seite, um sie zu verteidigen, aber ohne seine Kräfte fällt es ihm schwerer, sich zu behaupten, und er riskiert sogar, zu sterben. Glücklicherweise greift Iolao ein und hilft ihm, sie zu besiegen. Strife schürt mit seinen Kräften die Wut von Hercules, der Serena und Iolao beschuldigt, ihn für einen Nichtsnutz zu halten. Als Hercules wieder klar denken kann, entschuldigt er sich bei Serena für sein Verhalten. Während Hercules mit seiner Frau im Bett liegt, träumt er davon, ihr wehzutun. Als Iolaus Hercules und Serena besucht, findet er Serena tot vor, erstochen, und Hercules mit einem Messer in der Hand, der Tatwaffe. Herkules ist vor Wut blind, er hat keine Ahnung, wie sie gestorben ist, die Dorfbewohner wollen ihn wegen Mordes vor Gericht stellen. Mars besucht die drei Moiren, die damit beschäftigt sind, den Teppich des Schicksals zu weben, nämlich Lachesis, Klotho und....
Die Handlung spielt zwar in Griechenland, der Held trägt jedoch den römischen Namen Hercules (bzw. Herkules) und nicht den griechischen Namen Herakles. Auch bei anderen Figuren, die dem griechisch-römischen Pantheon entnommen sind, wird teils der lateinische, teils der griechische Name verwendet. So entspricht der römischen Discordia in der griechischen Mythologie die Göttin Eris, der römischen Fortuna steht die griechische Tychē gegenüber, dennoch treten in der Serie Discordia und Fortuna auf. Auch die Namen Autolycus, Sisyphus etc. sind die latinisierten Formen von Autolykos bzw. Sisyphos, wie überhaupt zahlreiche Namen lateinischer Form vorkommen (etwa Celesta, Voluptua, Atticus). Allerdings ist es im englischen Sprachraum allgemein üblich, altgriechische Namen in latinisierter Form wiederzugeben – vergleichbar der Tatsache, dass auch im Deutschen bei der „schönen Helena“ die lateinische Form benutzt wird und nicht die altgriechische Namensform Helénē. (Darüber hinaus relativiert sich diese scheinbare Inkonsequenz durch das Vorkommen gänzlich nichtantiker Namen wie Derk, Obie oder Goth.) Die Serie beschreibt Hercules als einen intelligenten, feinsinnigen Mann, der es meist vorzieht, ein Problem friedlich und mit Schläue zu lösen. Dies entspricht nur bedingt dem Herakles der griechischen Sage. Auch wendet sich Hercules im Laufe der Serie mehrmals gegen die Sitte des Opferns, da die Götter seiner Meinung nach „nur an sich selbst denken“. Die in der Serie gleichsam zum Leitmotiv gewordene Hilfsbereitschaft des Helden kann sich jedoch teilweise durch die antiken Erzählungen rechtfertigen lassen. Auch der gutmütige Charakter des Serienhelden bildet sich in den Mythen ab (z. B. Ovid, Met. IX). Wie in der antiken Mythologie, so ist es auch hier zumeist Hera, die, direkt oder indirekt, einen kämpfenden Hercules heraufbeschwört, während der antike Herakles selbst sein Leben lang nach Ruhe strebte und sein beschauliches Familienleben nur durch Heras Wirken zerstört wurde. Die verwendeten Stoffe und Figuren sind nur teilweise der griechisch-römischen Mythologie entnommen und treten manchmal durcheinandergewürfelt auf. So ist etwa Kassandra zwar auch in der Serie eine Seherin, deren Prophezeiungen kein Glaube geschenkt wird, doch lebt sie hier auf Atlantis, und nicht wie die mythologische Figur in Troja. Deïaneira war auch im Mythos die Gemahlin des Herakles, doch wurde sie nicht wie in der Serie direkt von Hera getötet, sondern brachte sich selbst um. Herakles tötete im Wahn, welcher durch Heras Drogen verursacht wurde, seine erste Ehefrau Megara. Dieses Geschehen wird in die Serie wiederum durch die – mythologisch nicht belegte – Geschichte mit Serena integriert, die Hercules ebenfalls im Wahn tötete. Im Übrigen geht aus der Serie nicht hervor, dass Deïaneira die Tochter des Oineus ist. Auch der berühmte Apfel der Zwietracht gelangt über einen neu erfundenen Weg in die Serie. Während im Mythos Eris den „für die schönste“ bestimmten Apfel ins Spiel bringt, um Zwietracht unter den Göttinnen zu schüren, ist es in der Serie Aphrodite, die Iolaus den Apfel gibt, um von ihm zur schönsten Göttin gewählt zu werden. Typhon ist in der griechischen Mythologie ein schreckliches Ungeheuer und kein tollpatschiger und gutmütiger Riese wie in der Serie. Vollkommen von der griechischen Mythologie gelöst sind freilich die Abenteuer in Irland oder die Begegnung mit Caesar oder mit Vampiren. Einen Anachronismus bildet wohl auch der Verweis des Iolaus, sein Vater habe im Punischen Krieg gekämpft, zudem kann diese Information chronologisch nicht mit Caesars Invasion in Britannien verträglich gemacht werden. Genauso sind die aus dem christlichen Kontext übernommenen Motive der apokalyptischen Reiter bzw. des Weihnachtsgeschehens moderne künstlerische Synkretismen und nicht mit dem griechisch-römischen Mythos vereinbar. Auch auf die für Herakles typischen Insignien wie das Fell des Kithäronischen und Nemëischen Löwen sowie die legendäre Keule wurde verzichtet. Des Weiteren bleibt in der Serie unerwähnt, dass Iolaus der Mythologie zufolge eigentlich der Neffe von Herakles war.
Die Serie nahm sich trotz vieler ernsthafter Themen selbst nie ganz ernst. Zwar war der Triumph des Guten über das Böse immer Grundkonzept der Handlung, dennoch ging der Stil der Inszenierung stets in Richtung Comedy und Trash. Dies begann bei den alles andere als zeitgenössischen Kostümen, die teilweise eher der SM-Szene entlehnt wirkten, über das absichtliche Overacting der Schauspieler bis hin zu den immer wieder eingestreuten, anachronistischen Einfällen (z. B. Hercules mit E-Gitarre und Iolaus als Bruce Lee).
